SEO-Tod durch Superclix-Partnerprogramm Redirects?

Update: Achtung: Dieser Artikel beruht nur auf meiner pers├Ânlichen, subjektiven Meinung. Man kann nur spekulieren, wie und ob sich das beschriebene Problem wirklich auf das google-ranking auswirkt. Ich habe keinerlei Belege f├╝r meine These, au├čerdem ist die ├ťberschrift „SEO-Tod durch Superclix“ sicher etwas ├╝bertrieben. Bitte beachte auch die Kommentare unter diesem Beitrag.

Das Partnerprogramm-Netzwerk Superclix ist vielleicht nicht unbedingt der Branchen-Platzhirsch, in Deutschland aber durchaus weit verbreitet.
Mir ist heute ein sehr unsch├Ânes Problem mit den Superclix-Affiliate-Links aufgefallen, welches ich nicht f├╝r mich behalten will. Viele Webmaster geben sich gro├če M├╝he mit ihren Affiliate-Projekten und erreichen teilweise trotz gutem Content keine guten Google-Rankings. Der Einsatz von Superclix-Partnerlinks k├Ânnte in meinen Augen eine Ursache daf├╝r sein. Nachfolgend die Erkl├Ąrung f├╝r diese These.

Superclix-Redirects werden nach L├Ąndern gefiltert

Das Problem ist, dass die Superclix-Redirects nach L├Ąndern gefiltert werden. Bei jedem Klick auf einen Superclix-Link entscheidet ein GEO-Tracker, ob der Besucher zum geplanten Ziel weitergeleitet wird, oder zu internationalen Landingpages.
Beispiel: Wenn ich einen Artikel ├╝ber das beliebte WordPress SEO-Plugin „wpSEO“ von Sergej M├╝ller schreibe, setzte ich ├╝ber das entsprechende Superclix-Partnerprogramm einen Link zur Pluginseite. Klickt ein Besucher aus Deutschland auf diesen Superclix-Link, landet er wie geplant auf der Plugin-Homepage bei Sergej M├╝ller. Wenn ich meine Verlinkung teste, sieht also alles gut aus.
Klickt nun aber ein Besucher aus dem Ausland auf diesen Link, entscheidet der Superclix GEO-Tracker, dass der Besucher auf irgendeinem internationalen Partnerprogramm besser aufgehoben w├Ąre. Der deutsche Auswanderer, der von seiner Terasse auf Mallorca meine Website besucht, landet daher nicht bei Sergej, sondern auf irgendeiner minderwertigen Gaming-Page.
Der Besucher wei├č ja nicht, wie das zustande kommt, f├╝hlt sich verarscht, und kommt wahrscheinlich nie wieder auf meine Seite.

Der Google-Bot wird ebenfalls umgeleitet

Das allein ist schon schlimm genug! Aber es kommt noch schlimmer: Der google-Crawler sitzt auch im Ausland! Besucht google also meinen Content und indexiert die ausgehenden Links, wird die Suchmaschine ebenfalls zu merkw├╝rdigen Zielseiten weitergeleitet, die nicht zum Thema passen. Aller Wahrscheinlichkeit nach, f├╝hlt google sich da mindestens genauso verarscht, wie der reale Besucher. Wenn ich google w├Ąre, w├╝rde ich f├╝r ein solches Verhalten sofort eine kleine penalty verh├Ąngen. Oder die Seite zumindest nicht gerade als vertrauensw├╝rdig einstufen. Dass man f├╝r Linknachbarschaften abgestraft werden kann, ist ja nun kein Geheimnis mehr. Wenn man viele Superclix-Links auf seiner Page hat, sieht es f├╝r google so aus, als w├╝rde man nur zu komischen Game- und Funseiten linken. Sehr bedenklich!

Hier ein Beispiel-Link, mit dem ihr den Redirect gern selbst testen k├Ânnt:
http://clix.superclix.de/cgi-bin/tclix.cgi?did=57940&linknr=23563

als deutscher Besucher landet man wie geplant bei
http://wpseo.de/

als internationaler Besucher leitet der Link abwechselnd auf solche Seiten

  • http://www.urban-rivals.com
  • http://www.villagersandheroes.com
  • http://www.eachbuyer.com/

In meinen Augen keine Ziele, auf die ich freiwillig verlinken w├╝rde.

Beweis-Screenshot Redirect-Trace:

Redirect-beim-wpseo-partnerprogramm

Bei Superclix hei├čt dieses „Feature“ ├╝brigens ICM. Die unscheinbare Beschreibung lautet:

ICM von SuperClix Nicht zugelassene Besucher aus anderen L├Ąndern werden auf andere ├Ąhnliche Partnerprogramme (soweit vorhanden) umgeleitet, so geht Ihnen keine Provision durch Besucher aus anderen L├Ąndern verloren.

Ob man dieses Feature auch komplett ausschalten kann, wei├č ich nicht, bzw. habe nichts dazu gefunden. Standardm├Ą├čig ist ICM jedenfalls aktiv.

Aufgefallen ist mir die Problematik ├╝brigens bei Perun.

Superclix-Redirects-Ausland

Kommentare

4 Kommentare zu “SEO-Tod durch Superclix-Partnerprogramm Redirects?”
  1. Marcus sagt:

    Sorry und Schade, da├č man nicht beim technischen Support nachfragt und stattdessen einfach mal falsche Aussagen macht, wenn man nicht alles genau kennt – bitte daher korrigieren:

    1. Eine Umleitung mit Geo-Targeting ist international ├╝blich, besonders bei Vermarktern, und bei SuperClix ist unser ICM-Tool seit Jahren (!) im Einsatz, ohne negative Auswirkungen, auch im SEO-Bereich. Es macht wenig Sinn, bei Shops, die nicht nach Spanien ausliefern, Besucher aus Spanien zu vermitteln, zudem bestellen Leute, die im Urlaub sind, weniger bis gar nicht in Online-Shops ­čśë Andererseits gehen Affiliate-Partner keine Ums├Ątze verloren, wenn man nicht nur deutschen oder zu wenig Traffic hat.

    2. SEO und Affiliate sind 2 komplett verschiedene Disziplinen, Affiliate-Links haben keine Auswirkungen auf SEO, es sei denn, es ist eine reine Affiliate-Spam-Seite ohne Mehrwert f├╝r den User, so wie die Google-Richtlinien es ja auch vorgeben.

    3. Der Google-Bot wird (nat├╝rlich) anders behandelt als normale internationale Besucher, auch wenn dieser keine deutsche Ip hat. Zudem werden Affiliate-Links grunds├Ątzlich nicht verfolgt bzw. sind sowieso bei Google als Affiliate-Links gemeldet. Ansonsten w├╝rde ja jede Seite, die ein Partnerprogramm hat, ganz gro├če Spr├╝nge machen, was sicher mehr als auff├Ąllig w├Ąre…;-)

    4. Die Umleitung wird vom jeweiligen Kunden gesteuert und nur dieser entscheidet, ob eine Umleitung durch ICM erfolgt oder nicht. Im Falle von wpseo hat dieser jetzt bewu├čt aufgrund Deines Artikels darauf verzichtet, so da├č s├Ąmtlicher Traffic ungefiltert weitergeleitet wird, was nat├╝rlich f├╝r die Konversion und f├╝r die Fake-Prevention deutlich schlechter sein wird. Partner, die jetzt nicht nur geeigneten Traffic senden, erhalten so weniger Provision.

    Fazit: „SEO-Tod durch SuperClix“ ist also mehr als Unsinn, bitte korrigieren. Danke im Voraus !

    • Johannes sagt:

      Hallo Marcus!
      Also ich finden diesen Artikel keineswegs ├╝berzogen (wenn auch vielleicht die ├ťberschrift nicht ganz passend…)

      Die „mit ausl├Ąndischer“ IP Adressse surfenden Besucher aussschlie├člich als „Urlauber“ zu sehen, welche „weniger bis gar nicht in Online-Shops“ einkaufen, ist – naja gelinde gesagt wohl sehr naiv.
      Laut Wikipedia gibt es „allein in Europa 1,14 Millionen(!) Auslandsdeutsche, die meisten in der Schweiz und Spanien“ ihren Wohnsitz haben, so viel zu den „Urlaubern, die weniger bis gar nicht in Online-Shops einkaufen“…

      Ich sehe zwar nicht so sehr die SEO Problematik, aber sehr wohl, dass die Reputation einer Webseite extrem gesch├Ądigt wird, wenn ein interessierter Besucher z.B. auf einer Weihnachtsseite auf das Angebot einer Weihnachtskrippe klickt und dann zu einer Video Seite mit einer vollbusigen Halbnackten weiter geleitet wird (so wie aktuell derzeit von SuperClix offenbar alle „ausl├Ąndischen“ Besucher zu den „Funny Videos“ weitergeleitet werden)…

      Und – wer sagt denn die IP Adresse des Besuchers mit seinem aktuellen Aufenthalt ├╝bereinstimmt? Aber das ist eine ganz andere Geschichte…

      @Holger
      Danke f├╝r deinen Artikel. Wenn du die Zeit daf├╝r findest, k├Ânntest du diese Geo-Targeting Geschichte ja auch aus der Sicht der Besucher und nat├╝rlich auch aus der Sicht der Shop-Betreiber einmal etwas unter die Lupe nehmen… die Reaktionen w├Ąren sicherlich interessant…

      Freundliche Gr├╝├če!
      Johannes

  2. Holger sagt:

    Hallo Marcus, vielen Dank f├╝r dein Feedback.

    Zu 1: Sicherlich hast du nicht ganz unrecht. Trotzdem: Wenn der Linktext lautet „hier gehtÔÇÖs zu wpSEO“ und der Besucher landet auf einer Gaming-Seite, ist das einfach Mist. Ob der Besucher nun im Spanienurlaub sitzt und eh nichts kaufen will, aus dem Ausland arbeitet oder zuhause ├╝ber einen Proxy surft, spielt da f├╝r mich keine Rolle. Auch dieser Benutzer geh├Ârt zu dem Ziel geleitet, das ich mit meinem Linktext verspreche.

    Zu 2: Klar sind das 2 Paar Schuhe. Aber google versucht zunehmend, negative Nutzererfahrungen Abzustrafen. Und ein Redirect zu einer Gaming-Seite, ist ziemlich sicher eine negative Nutzererfahrung.

    Zu 3: Wenn ich mich nicht irre, schreibt google in den Webmasterrichtlinien ganz klar vor, dass man den Bot nicht anderes behandeln soll, als einen normalen Besucher. Es gibt durchaus Vermutungen, dass der google-bot auch mal als User getarnt vorbei schaut, um die Versionen zu vergleichen. In diesem Fall w├╝rde die Seite wohl erstrecht abgestraft, wegen Cloaking.
    Wie Affiliate-Links tats├Ąchlich behandelt und gewertet werden, kann man nat├╝rlich nur spekulieren.

    Die von mir gew├Ąhlte ├ťberschrift ist vielleicht etwas ├╝berzogen, sicherlich etwas rei├čerisch, sorry daf├╝r. Ich werde oben im Artikel nochmal deutlich machen, dass es sich hier nat├╝rlich nur um meine subjektive Einsch├Ątzung handelt.

  3. Danke Holger f├╝r den Beitrag und die Verlinkung hierher bei AffiliatePeople.

    Wir hatten das Thema ja auch k├╝rzlich aufgenommen.
    http://affi.li/sexspielzeug

    Du hast ja wenigstens ein Feedback von SuperClix bekommen. In unserem Fall wurde lediglich nachtr├Ąglich der betreffende Link so eingerichtet, dass er auch vom Ausland her auf das deutsche Angebot leitet.

    Ich kann dir nur recht geben. Nichts ist peinlicher f├╝r den Websitebetreiber als eine Weiterleitung auf eine themenfremde, v├Âllig unpassende und vielleicht sogar anst├Â├čigen Website.

    Wir wohnen seit einem halben Jahr in Kanada und ich recherchiere nat├╝rlich weiterhin zu einem Gro├čteil im deutschsprachigen Bereich des Internets. Wenn ich nun statt einem SEO-Tool ein Browsergame vor die Nase gesetzt bekomme, bin ich nat├╝rlich sehr verwundert ├╝ber den vermeintlichen Fehler des Websitebetreibers.

    Gru├č
    Karsten

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Superclix.de Partnerprogramm wpSEO

Über diesen Beitrag

Titel: SEO-Tod durch Superclix-Partnerprogramm Redirects?
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Veröffentlicht: Sonntag, 16.06.2013
Kategorie: Technik
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